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Albumbeschreibung:

Die alte Grenze zwischen dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Bentheim bildet im Raum Salzbergen und Emsbüren bis heute die zwischen dem Landkreis Emsland und dem Landkreis Grafschaft Bentheim.


Nach Jahrhunderte langen Grenzstreitigkeiten verhandelten die Grafschaft Bentheim und der Fürstbischof von Münster seit etwa 1730 über den Verlauf der Grenze. Jede Seite meldete ihre Interessen an und steckte das von ihr beanspruchte Gebiet ab. Dann folgten zähe Verhandlungen um eine gerechte Ausgleichslinie als neue Staatsgrenze.


1768 schlossen beide Seiten einen endgültigen Grenzvertrag. Dieser betraf auch die Westgrenze der Gemeinden Salzbergen, Emsbüren und Schepsdorf-Lohne, die damals noch zum Fürstbistum Münster gehörten.


Zwischen dem „Haarpfahl“ südlich Salzbergen (am heutigen Haddorfer See) und der Grenze zur Engder Mark wurden 1768 die Grenzsteine 14 bis 31 gesetzt (die Steine 1 bis 13 betrafen die Südgrenze der Grafschaft Bentheim zum Münsterland, die Steine 32 bis 43 die Grenze zwischen Lohne und Nordhorn bzw. Lohne und Wietmarschen.


Die Hauptgrenzsteine sind den Wappen von Münster und Bentheim, der Jahreszahl „1768“ und einer durchlaufenden Nummer versehen. Die unregelmäßig verteilten Läufer oder Zwischensteine zeigen die Buchstaben „M“ (für Münster) und „B“ (für Bentheim) sowie die Jahreszahl „1768“, aber keine Nummer.


Die Bentheimer Seite markierte das ursprünglich von ihr beanspruchte, aber beim Vergleich an Münster gefallene Gelände durch Steine mit der Aufschrift B P L (Bentheimische praetendierte Limite = von Bentheim beanspruchte Grenze).


Im Raum Engden konnte die Grenze damals noch nicht festgelegt werden, da seit 1740 ein Grenzstreit zwischen der Markengemeinde Engden und dem Fürstbistum Münster vor dem Reichskammergericht schwelte. Dieser Prozess wurde 1793 zugunsten von Engden entschieden. Der Grenzverlauf musste daraufhin im Engdener Bereich gegenüber der ursprünglich geplanten Linie um etwa 200 Meter nach Osten verschoben werden. Dort stellte man 10 Grenzsteine mit den durchlaufenden Nummern „31 A“ bis „31 K“, den beiden Landeswappen und der Jahreszahl 1793 auf. Zwischen diesen Steinen errichtete die Markengemeinde Engden noch kleinere Steine mit ihrem Namen, der Jahreszahl „1793“ und dem Buchstaben „E“.


Die nördlich an Engden anschließende, dem 1768 vereinbarten Vertrag folgende Grenzlinie zwischen dem damals noch münsterischen Lohne und dem bentheimischen Bakelde (nördlich des späteren Ems-Vechte-Kanals) verläuft heute durch den Kreis Grafschaft Bentheim und bildet im südlichen Bereich noch immer die Grenze zwischen der Gemeinde Wietmarschen-Lohne und der Stadt Nordhorn.

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