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Albumbeschreibung:

Die Ländergrenze zwischen dem Königreich Hannover und dem Königreich Preußen, heute die Südgrenze des niedersächsischen Landkreises Emsland zum nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt, entstand erst mit der Bildung des Königreichs Hannover und der preußischen Provinz Westfalen auf dem Wiener Kongress von 1815. Sie reicht vom „Stein auf der Haddorfer Haar“ südlich von Salzbergen bis zum „Dreiländereck“ Emsland-Osnabrück-Westfalen an der Messlage östlich von Freren.


Die 1815 anfangs provisorisch gezogene und 1827 endgültig vereinbarte Grenze folgte von Westen aus zunächst der noch nicht genau festgelegten Markengrenze zwischen Salzbergen und Wettringen, Neuenkirchen bzw. Rheine, folgte dann der ebenfalls nur ungefähr bestimmten Markengrenze zwischen Holsten und Altenrheine und verlief dann südlich von Spelle mitten durch die alte Plantlünner Mark, wo die Staatsgrenze ganz neu festgelegt werden musste. Ab Schapen folgte sie der alten, aber im Detail noch immer umstrittenen Landesgrenze zwischen der Grafschaft Lingen und dem Stift Münster, im nördlichen Abschnitt zwischen Freren und Schale schließlich der Grenze zwischen der Grafschaft Lingen und der Grafschaft Tecklenburg.


Nach einem Grenzvertrag von 1827 wurde die Ländergrenze Hannover-Preußen mit einheitlichen, durchlaufend mit römischen Zahlen nummerierten Steinen markiert, die auf der einen Seite ein „H“ für Hannover, und auf der anderen Seite ein „P“ für Preußen und die laufende römische Zahl zeigen. Zusätzliche zeigt immer eine der beiden Seiten die Jahreszahl der Steinsetzung „1827“. Die Zählung beginnt mit Stein „I“ südlich Salzbergen am Grenzpunkt zur Grafschaft Bentheim und läuft im emsländischen Abschnitt bis zu Stein „XLII“ an der Messlage östlich von Freren.


Die beiden direkt auf der Grenze liegenden „Schnatbauern“ Schulze Schweifing in Hummeldorf bei Salzbergen und Vorbrink in Schapen-Borken fielen beide an Hannover. Ihre zu drei Seiten von preußischem Gebiet umschlossene Hofgelände wurden mit kleinen Läufersteinen (oder auch Zwischensteinen) markiert, die ebenfalls ein „H“ und ein „P“ sowie eine durchlaufende arabische Ziffer tragen. Solche Läufer- oder auch Zwischensteine wurden auch an längeren Grenzabschnitten zwischen den Hauptsteinen aufgestellt. Sie tragen West nach Ost durchlaufene Nummern von „1“ südlich Salzbergen bis „62“ unweit der Messlage.

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