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Albumbeschreibung:

Das Ende des alten Deutschen Reichs 1803 und die nachfolgende Franzosenzeit bis 1815 brachte auch für das südliche Emsland zahlreiche Neuzuschnitte der politischen Landkarten. Nach der Niederlage Preußens bei Jena und Auerstädt 1806 und dem Frieden von Tilsit 1807 kamen am 1. März 1808 auch die rechtsemsischen Gebiete des südlichen Emslands an das französische Großherzogtum Berg. Am 7. Februar 1809 erließ das „kaiserlich-königlich Administration-Kollegium“ für dieses Großherzogtum eine „Verordnung und Instruction wegen Aufnahme der Gränzen und Ausmittelung des Flächeninhalts der einzelnen Commünen in dem Münsterschen Kammer-Department“. Wie bereits zwei Jahre zuvor im Raum Rheine wurden un im südlichen Emsland die Kommunalgrenzen neu festgelegt.


Auch die Mairie Lingen stellte damals die Grenzen zu ihren Nachbargemeinden fest und ließ die an einigen Stellen mit neuen Grenzsteinen markieren. Sechs dieser Steine konnten noch ermittelt werden. Sie sind in ihrer Form nicht ganz einheitlich ausgeführt, zeigen aber alle auf einer Seite den Schriftzug „LINGEN“ und die Jahreszahl „1809“. Der Kopf ist bei den meisten dieser Steine pyramidenförmig ausgeführt.


Zwei Steine zeigen einen dreieckigen Querschnitt. Diese Steine stehen an den „Dreiländerecken“ Lingen-Baccum-Lengerich (Bauernschaft Langen) bzw. Lingen-Baccum-Bramsche (Bauernschaft Mundersum). Zwei Steine mit rechteckiger Form stehen auf den Grenzen der Kirschspiele Lingen und Baccum. Ein weiterer Stein mit den Ortsangaben Lingen und Darme soll früher auf der Grenze zwischen Lingen, Laxten und Darme gestanden haben. Dort verlief aber nicht die Grenze der Mairie Lingen. Rätselhaft ist auch ein weiterer Stein mit den Aufschriften „LINGEN 1809“ und „BIENE“, der unweit der Ems auf der Grenze zwischen Holthauen und Biene steht. Biene zählte aber 1809 ebenfalls zur Mairie Lingen.

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