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Albumbeschreibung:

Bei der Errichtung der hannoverischen Ämter kam das Kirchspiel Haselünne an das neue Amt Haselünne. Die Grenze der südlichen Haselünner Bauernschaften Gelsbruch und Schwindeler zum Kirchspiel Bawinkel, das zum Amt Lingen gehörte, war 1815 noch ungeklärt und der Verlauf der Markengrenzen arg umstritten. Somit konnte auch die Amtsgrenze in diesem Bereich noch nicht festgelegt werden. Die Haselünner warfen den Bawinkelern vor, im Bereich des Gelsbruchs immer wieder Grenzsteine entfernt und Grundstücke aus Haselünner Markengebiet abgetrennt und umwallt zu haben. Außerdem hätten die Bawinkeler sich unberechtigt Zufahrten zu diesem Gebiet verschafft, um dort Torfsudden und Plaggen zu stechen. Die Grenzauseinandersetzungen wurden zunächst handfest und später vor Gericht ausgetragen. Bawinkel führte im 19. Jahrhundert Grenzprozesse gegen Haselünne, Gersten und Lagen, um sein Markengebiet auszudehnen, hatte dabei aber nur mäßig Erfolg.


Da die Streitigkeiten zwischen den Markengemeinden Bawinkel und Haselünne-Lotte nicht enden wollten und die Festsetzung der Ämtergrenze sich hierdurch immer weiter verzögerte, ordnete die hannoverische Regierung schließlich einen Grenzverlauf für eine Ausgleichsgrenze an. Diese Linie schlug auf einem Abschnitt von wenigen Kilometern zahlreiche Haken und musste mit 23 stattlichen Ämtergrenzsteinen markiert werden. Etliche davon sind noch erhalten. Sie zeigen auf der einen Seite ein „H“ für Haselünne und auf der Gegenseite ein „L“ für Lingen sowie eine Zahl, mit der die Steine fotlaufend von West nach Ost nummeriert sind.


Bei der 2008 abgeschlossenen Flurbereinigung vereinbarte man einen veränderten Verlauf der Gemeindegrenze Bawinkel-Haselünne, so dass die meisten Steine heute nicht mehr auf der aktuellen Grenzlinie stehen, Mehrere Steine standen nach der Flurbereinigung in den neu zugeschnittenen Ackerflächen im Weg und wurden kurzerhand im Erdreich versenkt oder vom Acker verschleppt. Anlässlich eines Schnatgangs im Frühjahr 2009 konnte der Heimatverein mehrere dieser Steine bergen. Zwei Steine erhielten einen neuen Standort am Heimathaus in Bawinkel und zwei Steine übergab man dem Heimathaus in Haselünne.

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