Ämtergrenze Lingen-Meppen westlich der Ems

Ämtergrenze Lingen-Meppen westlich der Ems

(Letzte Aktualisierung: 31.01.2012)

Nordlohne gehörte zum Kirchspiel Schepsdorf und bildete bis 1803 die nördlichste Bauerschaft des Oberstiftes Münster. Die nördlich angrenzenden Ortschaften Groß Hesepe bzw. Dalum mit ihren Gemeindeteilen Schwartenpohl, Mühlengraben und Wachendorf gehörten bereits zum Niederstift Münster, Amt Meppen.

Die Grenze zwischen dem Ober- und dem...

Communal-Grenzsteine LINGEN 1809 aus der Franzosenzeit

Communal-Grenzsteine LINGEN 1809 aus der Franzosenzeit

(Letzte Aktualisierung: 31.01.2012)

Das Ende des alten Deutschen Reichs 1803 und die nachfolgende Franzosenzeit bis 1815 brachte auch für das südliche Emsland zahlreiche Neuzuschnitte der politischen Landkarten. Nach der Niederlage Preußens bei Jena und Auerstädt 1806 und dem Frieden von Tilsit 1807 kamen am 1. März 1808 auch die rechtsemsischen Gebiete des südlichen Emslands an das...

Ländergrenze Hannover-Preußen

Ländergrenze Hannover-Preußen

(Letzte Aktualisierung: 31.01.2012)

Die Ländergrenze zwischen dem Königreich Hannover und dem Königreich Preußen, heute die Südgrenze des niedersächsischen Landkreises Emsland zum nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt, entstand erst mit der Bildung des Königreichs Hannover und der preußischen Provinz Westfalen auf dem Wiener Kongress von 1815. Sie reicht vom „Stein auf der...

Ämtergrenze Lingen-Haselünne

Ämtergrenze Lingen-Haselünne

(Letzte Aktualisierung: 31.01.2012)

Bei der Errichtung der hannoverischen Ämter kam das Kirchspiel Haselünne an das neue Amt Haselünne. Die Grenze der südlichen Haselünner Bauernschaften Gelsbruch und Schwindeler zum Kirchspiel Bawinkel, das zum Amt Lingen gehörte, war 1815 noch ungeklärt und der Verlauf der Markengrenzen arg umstritten. Somit konnte auch die Amtsgrenze in diesem...

Ämtergrenze Lingen-Meppen bei Bawinkel

Ämtergrenze Lingen-Meppen bei Bawinkel

(Letzte Aktualisierung: 31.01.2012)

Die Grenze zwischen Bawinkel und dem nördlich benachbarten Kirchspiel Bokeloh zählte zu den Grenzabschnitten zwischen der Grafschaft Lingen und dem münsterischen Amt Meppen, deren genauer Grenzverlauf lange Zeit umstritten war. Die Bauernschaft Bramhar war in einen münsterischen Teil (Bramhar-Meppen) und einen Lingener Teil (Clusorth-Bramhar) geteilt. In...

Ländergrenze Münster-Bentheim

Ländergrenze Münster-Bentheim

(Letzte Aktualisierung: 31.01.2012)

Die alte Grenze zwischen dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Bentheim bildet im Raum Salzbergen und Emsbüren bis heute die zwischen dem Landkreis Emsland und dem Landkreis Grafschaft Bentheim.

Nach Jahrhunderte langen Grenzstreitigkeiten verhandelten die Grafschaft Bentheim und der Fürstbischof von Münster seit etwa 1730 über den Verlauf...

  • 1

Albumbeschreibung:

Bei der Förderung ländlicher Regionen hin zu einer eigenständigen Entwicklung verfolgt die Europäische Union mit dem LEADER-Ansatz (Liaison entre actions de développement de l´ économie rurale – Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) unter anderem das Ziel, die regionale Identität zu stärken und somit auch typische Strukturen und regionale Besonderheiten zu dokumentieren und zu erhalten. Die EU-Fördermethode wird innerhalb von LEADER-Regionen lokal umgesetzt. Hierzu bilden private und öffentliche Akteure die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Südliches Emsland, die in diesem Zusammenhang als Entscheidungsgremium das Emslandmuseum Lingen (Ems) beauftragt hat, die historischen Grenzsteine in der Region zu dokumentieren und zu untersuchen. Mit diesem Projekt wird ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung der Regionalkultur geleistet und gleichzeitig werden traditionelle Elemente und moderne Aspekte in einem Handlungsfeld verknüpft.
Beteiligt an dem Projekt waren zahlreiche Heimatvereine, Kommunen und Fachbehörden aus der Region und ihrer Nachbarschaft. Das Emslandmuseum hat die Dokumentation koordiniert und die Ergebnisse aufgearbeitet. Rund 100 Grenzsteine aus unterschiedlichen Epochen und Zusammenhängen wurden dabei entdeckt, erfasst und erforscht.

Vertreten sind ganz unterschiedliche Arten von Grenzsteinen. Da sind zunächst die Grenzsteine der früheren deutschen Länder vor 1803. Hierzu zählten im südlichen Emsland die Grafschaften Tecklenburg und Lingen, die Fürstbistümer Münster und Osnabrück sowie die Grafschaft Bentheim. Auch aus der Franzosenzeit sind noch einige Grenzsteine erhalten. Beeindruckend sind auch die zahlreichen Grenzsteine von 1827 an der Grenze zwischen dem Königreich Hannover und der preußischen Provinz Westfalen. Hinzu kommen die Grenzsteine der früheren hannoverischen Ämter Lingen und Freren sowie Meppen und Haselünne. Viele dieser einstigen Grenzen wirken als Gemeinde-, Kreis- oder Landesgrenze bis heute fort.
Von besonderer regionaler wie agrarhistorischer Bedeutung sind die zahlreichen alten Markengrenzsteine, die in ihrem Bestand bis in das Mittelalter zurückreichen.
Alte Grenzverträge, Grenzakten und Grenzkarten liefern die notwendigen historischen Hintergründe und erschließen die Grenzsteine als wichtige historische Dokumente in der Landschaft vor Ort.
So eignet sich diese Veröffentlichung besonders auch zur Vorbereitung und als Begleiter bei einer Entdeckungsreise auf den Spuren der alten Grenzsteine im südlichen Emsland. Dabei verbinden sich historische Geländepunkte und das bis heute urtümliche Landschaftsbild vieler Grenzmarken und Grenzstreifen zu einem ganzheitlichen Erlebnis von Natur und Geschichte.

Schlagwortwolke (Album):